Überspringen zu Hauptinhalt

Wie viel kostet mich mein Auto im Monat?

Für viele Menschen ist es eine absolute Notwendigkeit, ein eigenes Auto zu besitzen. Gleichzeitig unterschätzen fast alle Autobesitzer die Kosten für das eigene Auto. Welche Kostenfaktoren Autobesitzer im Blick behalten sollten, erkläre ich hier.

Autos auf einer Straße, wie viel kostet mein Auto im Monat?
Im Stadtverkehr steht man mit einem Auto nicht nur häufig im Stau, man hat auch hohe laufende Kosten, die man häufig zu niedrig einschätzt.

Ein eigenes Auto ist keine Geldanlage, sondern eine Verbindlichkeit!

Ob zum Supermarkt zu fahren, einen Ausflug am Wochenende zu machen oder schlicht zur Arbeit zu kommen – ein Auto ist für die tägliche Mobilität meist die komfortabelste Lösung. Allerdings geht ein eigenes Auto auch ins Geld. Wenn man sich die Kosten für das eigene Auto einmal realistisch vor Augen hält, ist man häufig von der Höhe der Kosten überrascht. Denn die eigenen Autokosten schätzten rund 75% aller Autobesitzer deutlich zu niedrig ein.

Ein Auto ist keine Wertanlage und keine Investition. Stattdessen verursacht ein Auto auch nach der Anschaffung mitunter hohe laufende Kosten. Ein Auto ist damit eine Verbindlichkeit. Allein aus diesem Grund solltest du dir genau überlegen, ob ein eigenes Auto wirklich alternativlos ist und ob du für die tägliche Mobilität mit dem eigenen Auto unverhältnismäßig viel zahlst.

Warum unterschätzt man die Kosten des eigenen Autos so stark?

Der Betrieb eines Autos hängt nicht allein von den Bezinkosten ab. Diese Kosten können die meisten Autobesitzer sehr genau einschätzen. Was hingegen häufig unter­schätzt oder ganz vergessen wird, sind Steuern, Versicherung und Reparatur­kosten. Weil viele auch ein emotionales Verhältnis zu ihrem Auto haben, wird außerdem ein besonders wichtiger Faktor stark unterschätzt:

Autos verlieren schnell und stark an Wert, im ersten Jahr bereits 25%. Auch ältere Pkw werden Schritt für Schritt immer wert­loser. Im zweiten Jahr verliert ein Auto immer noch 15% an Wert, im dritten Jahr 10%, ab dem vierten 5% und ab dem elften 1%.

Welche Faktoren bestimmen die Kosten für ein Auto?

Die Kosten für ein Auto setzen sich aus verschiedenen Faktoren zusammen. Nur wenn man alle diese Faktoren im Blick hat, kann man die Kosten für das eigene Auto realistisch einschätzen. Denn neben dem Kaufpreis und Benzinkosten, gibt es eine ganze Reihe laufender Kosten. Beispielsweise fallen im Durchschnitt Reparaturen alle 20.000 Kilometer an. Kommt ein Unfall hinzu, kann es einmal richtig teurer werden.

  • KFZ-Steuer
  • KFZ-Versicherung
  • Benzinkosten
  • Wertverlust
  • Wartung (bspw. Inspektionen oder Ölwechsel)
  • Unvorhergesehen Schäden und Verschleiß (bspw. durch Unfälle, Steinschlag oder Lackschäden)
  • Sonstige Kosten (bspw. Mitgliedschaft in einem Automobilclub)

Rechnet man alle diese Kosten zusammen, kommt man im Durchschnitt auf monatliche Kosten von rund 300 € für das eigene Auto. Die tatsächlichen Kosten für dein Auto können von diesem Durchschnittswert aber stark abweichen, je nachdem, welches Auto du fährst und wie viele Kilometer du monatlich zurücklegst.

Man rechnet rund 200 € pro Monat für einen Kleinwagen und 400 € pro Monat für einen Wagen der Mittelklasse bei durchschnittlichen Jahreskilometern. Für einen Mittelklassewagen zahlst du also jährlich rund 4.800 € jedes Jahr. SUVs oder Sportwagen können nochmal weit darüber liegen.

Einen Autokostenrechner, der auf einer wissenschaftlichen Studie von Dr. Mark Andor und Marco Horvath und auf Durchschnittswerten je Fahrzeugklasse basiert, findest du hier.

Faktoren, aus denen sich die Autokosten zusammensetzen. Sprit, Anschaffung, KFZ-Steuer, Wartung, Wertverlust
Bei der Berechnung der Autokosten kommen viele Faktoren zusammen.

Welche Alternativen gibt es zum eigenen Auto?

Es muss nicht unbedingt ein eigenes Auto sein. Vor allem dann nicht, wenn man auch bereit ist, mit öffentlichen Verkehrsmitteln unterwegs sein. In vielen Lebenssituationen ist es nicht nur günstige, sondern vor allem umweltfreundlicher, sich kein eigenes Auto zu leisten, sondern im Bedarfsfall ein Auto zu mieten.

Alternativen gibt es viele:

  • Mietwagen
  • Mitfahrgelegenheiten (wie beispielsweise blablacar)
  • Carsharing-Modelle (wie beispielsweise sharenow oder emmy | Elektro-Roller-Sharing)
  • ÖPNV
  • Fahrrad (oder Fahrrad-Abos, wie Swapfiets)

Dieser Beitrag hat 0 Kommentare

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

An den Anfang scrollen