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Diese 4 Gebühren musst du beim Wertpapierkauf im Blick behalten

Wenn du Aktien oder Fondsanteile kaufst, fließt nicht dein kompletter Betrag in dein gekauftes Wertpapier. Banken, Fondsgesellschaften oder Broker berechnen für ihre Dienstleistungen Gebühren. Diese 4 Gebühren solltest du kennen und die Höhe deiner Kosten möglichst gering halten.

Symbolbild, Fernrohr in die Ferne. Kosten beim Wertpapierkauf im Blick behalten.
Broker und Fondsgesellschaften erheben für ihre Leistungen Gebühren. Auch wenn diese auf den ersten Blick gering erscheinen mögen, können sie sich schnell aufaddieren.

Welche Gebühren beim Wertpapierkauf gibt es?

Was versteht man unter Depotführungsgebühren?

Die meisten Filialbanken stellen dir Verwaltungsgebühren für dein Depot in Rechnung. In der Regel liegen diese Depotführungsgebühren bei 10 bis 30 Euro im Jahr. Viele Online-Broker haben dagegen auch kostenlose Depots im Angebot. Achte hier unbedingt auf das Kleingedruckte, denn häufig ist ein Depot nur für einen bestimmten Zeitraum kostenlos. Andere Modelle verlangen, dass du eine Mindestanzahl von Trades im Monat oder im Jahr durchführst. Ist ein bestimmter Zeitraum verstrichen, oder tätigst du nicht die Mindestanzahl an Trades, können auch bei einer Direktbank Depotkosten anfallen.

Was sind Transaktionskosten?

Transaktionskosten sind Gebühren, die für die Abwicklung von Wertpapierkäufen und -verkäufen anfallen. Je nach Geschäftsmodell deines Brokers, rechnet dieser entweder eine feste Pauschale oder eine prozentuale Gebühr plus Grundgebühr ab. Investierst du mit einer Order eine höhere Summe, ist ein Fixbetrag die günstigere Variante. Bei niedrigen Summen kann eine prozentuale Gebühr vorteilhafter sein.

Auch in punkto Transaktionskosten unterscheiden sich Filialbanken und Direktbanken (bzw. Online-Broker) deutlich. In der Regel sind reine Online-Broker günstiger als Banken, die zusätzlich eine persönliche Beratung oder ein Filialnetz anbieten.

  • Handelsplatzgebühren: Die Höhe dieser Gebühren richtet sich nach dem jeweiligen Börsenplatz, sie fallen unabhängig vom gewählten Broker an. Der Broker gibt sie in der Regel an dich weiter. Ausländische Börsen sind dabei zumeist teurer als inländische Handelsplätze.

Was ist der Ausgabeaufschlag bei Fonds?

Den Ausgabeaufschlag solltest du vor allem bei aktiv gemanagten Fonds beachten. Dieser Aufschlag wird meist beim Kauf von Fondsanteilen fällig und deckt die Beratungs- und Vertriebskosten für deinen aktiv gemanagten Fonds ab. In der Regel liegt die Höhe dieses Ausgabeaufschlags bei 3 bis 5 Prozent an. Der Ausgabeaufschlag wird auch „Load“ oder „Agio“ genannt.

Bei ETFs fällt kein Ausgabeaufschlag an, da sie keine aktiv gemanagten sondern passive Fonds sind. Des Weiteren gibt es bei aktiv gemanagten Fonds oft folgende Kosten zu beachten.

  • Verwaltungsvergütung: Ein von der Kapitalanlagegesellschaft festgelegter Prozentsatz des Fondsvermögens ist die Verwaltungsgebühr. Die Höhe hängt in der Regel vom jeweiligen Fondstyp ab.
  • Erfolgsgebühr: Für einige Fonds wird außerdem eine Erfolgsgebühr verlangt. Dass Fonds mit Erfolgsgebühr insgesamt erfolgreicher sind als Fonds ohne eine solche Gebühr, ist allerdings nicht erwiesen.

Total Expense Ratio (TER): Was ist die Gesamtkostenquote?

Dein Anlagevermögen kann Kosten für die Verwaltungstätigkeit der Fondsgesellschaft (Management Fees) verursachen. Dein Broker hat beispielsweise Aufwände für Informationstätigkeiten, Rechtsberatung oder Wirtschaftsprüfungen. Wie hoch diese Kosten ausfallen, kannst du an der Total Expense Ratio (TER) entnehmen. Die TER wird auch Gesamtkostenquote genannt und muss seit 2004 für jeden Fonds veröffentlicht werden. Bei ETFs beträgt die TER jährlich zwischen 0,1 bis 1 Prozent des Anlagevolumens. Bei aktiv gemanagten Aktienfonds liegt sie meist zwischen 1,0 und 2,5 Prozent.

  • Tracking Difference: Dies ist streng genommen keine richtige Gebühr, die TD solltest du aber dennoch im Auge behalten. Diese misst die Differenz zwischen der Index-Rendite und der ETF-Rendite. Mit der Kennziffer TD lassen sich die zusätzlichen internen ETF-Kosten bemessen, die nicht in der TER enthalten sind. Es kann nämlich sein, dass die Rendite deines ETFs von der Rendite des abgebildeten Indizes (geringfügig) abweicht – sowohl im Negativen (weniger Rendite als der Index) als auch im Positivem (mehr Rendite als der Index).

Die jährliche Kostenaufstellung zu deinem gibt dir einen Überblick

Die Abrechnung dieser Kosten inkl. aller Details landet jährlich bzw. nach einer Order in deinem Online-Posteingang. Diese Kosten solltest du unbedingt im Auge behalten und gegebenenfalls deinen Broker wechseln, wenn du einen Broker mit günstigeren Konditionen gefunden hast.

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