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Gehaltsverhandlungen meistern: 6 Tipps für mehr Gehalt

Wer hätte nicht gerne am Ende des Monats ein bisschen mehr Geld für das neue Auto oder den lang ersehnten Urlaub auf dem Konto? Und natürlich ist die wichtigste Stellschraube, um monatlich mehr Geld in der Tasche zu haben, dein Gehalt. Doch eine Gehaltsverhandlung will gelernt sein. Ich habe dir 5 Tipps zusammengestellt, wie du erfolgreich an mehr Gehalt kommst.

Tipps für mehr Gehalt

Tipp 1: Nur wer fragt, bekommt auch mehr!

Warte nicht, bis dein Chef von sich aus mit einer Gehaltserhöhung auf dich zukommt. Wenn dein Chef das Gespräch sucht, ist das meist schon ein Zeichen dafür, dass du schon früher hättest fragen können! Also nur Mut: Die Frage nach mehr Gehalt ist per se nichts Negatives. Sie zeugt einerseits von Selbstbewusstsein und andererseits zeigst du deinem Chef Eigeninitiative. Jedoch solltest du auf keinen Fall deinen Chef auf dem Flur um mehr Gehalt bitten. Vereinbare für Gehaltsverhandlungen unbedingt einen eigenen Gesprächstermin zu zweit (oder in kleiner Runde). Einmal im Jahr sind Gespräche über die eigene Leistung im Job und das Gehalt in jedem Fall sinnvoll. Bei einem Positionswechsel gilt das umso mehr!

Tipp 2: Bereite dich gut auf deine Gehaltsverhandlung vor!

Recherchiere gut, bevor du in deine Gehaltsverhandlung gehst. Wichtig zu wissen ist  auf jeden Fall, welches Gehalt normal für deine aktuelle oder zukünftige Position ist. Onlineportale wie Monster.de oder Gehalt.de können dir als ersten Schritt einen groben Überblick geben. Der beste Gradmesser für das Gehalt bei deinem derzeitigem Arbeitgeber ist aber in jedem Fall das persönliche Gespräch mit anderen Angestellten. Kennst du das Gehalt deiner Kollegen, kannst du dich selbst besser verorten.

Außerdem solltest du regelmäßig deinen “Marktwert” durch Bewerbungen und Gesprächen mit anderen Unternehmen überprüfen. So lernst du den Standard deiner Branche besser kennen. Diese Informationen in deine Gehaltsverhandlungen einfließen zulassen, setzt viel Fingerspitzengefühl voraus, kann sich aber sehr positiv auf dein Gehalt auswirken!

Auf dieser Grundlage kannst du eine Gehaltsspanne abstecken, die für dich und deine Position realistisch ist.

Tipp 3: Nutze den Ankereffekt!

Warte bei einer Gehaltsverhandlung auf keinen Fall, bis dein Chef dir ein erstes Gebot macht. Mach dir stattdessen den Ankereffekt zunutze. Der Ankereffekt besagt, dass eine Zahl, nur weil sie als erstes genannt wurde, einen “kognitiven Anker” setzt und sich alle weiteren Angebote an dieser ersten Zahl orientieren. Das funktioniert sogar mit völlig aus der Luft gegriffene Zahlen. Bei einer Gehaltsverhandlung kannst du dir diesen Effekt zunutze machen, indem du beispielsweise eine sehr gut bezahlte Branche und die dort gezahlten Gehälter erwähnst.

Ein Bekannter von mir arbeitet bei Unternehmen XY in der Chemiebranche und verdient über 80.000 € im Jahr. In dieser Branche verdient man also wirklich gutes Geld. Aber wir sind bewegen uns in unserer Branche natürlich auf einer ganz anderes Flughöhe.

Mit diesem rhetorischen Trick, “verankerst” du eine höhere Summe, ohne frech nach der gleichen Summe direkt zu fragen. Wenn du nun deine tatsächliche Gehaltsvorstellung nennst, die natürlich unter dem vorher genannten Anker liegen sollte, wirkt dein Forderung gleich viel realistischer. Nur weil sie unter dem vorher gesetzten Anker liegt.

Tipp 4: Nenn nur krumme Zahlen

Hast du deine Gehaltsspanne realistische eingeschätzt, wähle eine Zahl im oberen Spektrum der Spanne. Anstatt glatte 42.000 Euro zu verlangen solltest du immer versuchen eine ungerade Zahl, wie 41.250 €, zu wählen. So erweckst du den Eindruck, dass du um jeden Euro weißt, den du wert bist und eine ganz konkrete Vorstellung hast.

Dein Verhandlungspartner wird außerdem weniger bereit sein, dich stark herunterzuhandeln. Würdest du zum Beispiel beim Jahresgehalt glatte Zahlen angeben, wie etwa 42.000, ist es wahrscheinlich dass du auch in Tausenderschritten heruntergehandelt wirst. Bei einer präzisen Zahl wie 41.250 liegt es näher in Hunderterschritten zu denken und zu verhandeln.

Tipp 5: Nenne gute Gründe

Eine Gehaltserhöhung ist keine reine Gefälligkeit. Dafür brauchst du gute Argumente. Für eine Gehaltsverhandlung solltest du dir deshalb konkrete Erfolge und herausragende Leistungen als Argumente zurechtlegen. Vielleicht konntest du vor kurzem ein großes Projekt abschließen? Oder die eigene Leistung im Tagesgeschäft konntest du stetig verbessern, so dass eine Gehaltserhöhung gerechtfertigt ist.

Tipp 6: Bereite Alternativen vor

Natürlich kann trotz allem deine Gehaltserhöhung abgelehnt werden. Das kann vielerlei Gründe haben. Vielleicht warst du nicht überzeugend genug oder dein Chef kann die betriebsbedingt schlichtweg nicht mehr zahlen.

In beiden Fällen solltest du Alternativen in der Hinterhand haben. Wie sieht es beispielsweise mit einem neuen Diensthandy, einem neuen Firmenwagen oder einer Bonuszahlung aus? Denkbar sind auch mehr Gleittage oder Aktien am Unternehmen. Sei mutig und flexibel, denn wenn dir dein Chef schon einmal abgesagt hat, fällt ihm eine zweite Absage noch schwerer.

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