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[Kontoauszug] Sophia, 33, 3.200€ Bruttoeinkommen, Verwaltungsbeamtin, Stuttgart

Als Verwaltungsbeamtin im öffentlichen Dienst habe ich Spaß an der Arbeit, ein solides Einkommen, einen sicheren Job und eine gute Work-Life-Balance – all das war mir bei der Berufswahl wichtig.

Panorama Stuttgart
Stuttgart ist eine Metropole mit hohen Lebenshaltungskosten

Mein Kontoauszug im Überblick

3.200 EUR
Bruttoeinkommen
2.450 EUR
Nettoeinkommen
150 EUR
Sparrate

Auch nach sechs Jahren im gleichen Job – viele meiner Freundinnen haben in der Zeit schon ihren Job gewechselt – bin ich nach wie vor absolut zufrieden. Ich arbeite 41 Arbeitsstunden, Überstunden kommen selten vor und wenn doch, kann ich sie 1 zu 1 abbummeln.

  • Mein Gehalt liegt bei 3.200 Euro brutto, was in meinem Fall 2.450 Euro netto entspricht, denn als Beamtin zahle ich keine Sozialabgaben.
  • Fixkosten: Für Lebensmittel gebe ich etwa 400 Euro monatlich aus, daneben kosten mich Miete, Versicherungen, ÖPNV-Monatskarte, Auto und Handyvertrag zusammen rund 1.300 Euro. 
  • Es bleiben also ungefähr 1.000 Euro für die Freizeit: fürs Essen gehen, Feiern, Klamotten, Kino, Urlaub. An meinem Lebensstil möchte ich nicht sparen.
  • Trotzdem bleibt am Ende des Monats immer etwas übrig. Auch wenn ich keine feste Sparrate habe, konnte ich über die letzten 10 Jahre Rücklagen in Höhe von 15.000 Euro aufbauen. Dieses finanzielle Polster verschafft mir eine gewisse Gelassenheit, was Geld angeht. Im Schnitt liege ich bei rund 150€ Sparrate im Monat – mal deutlich mehr, mal nichts.
  • Nachhaltigkeit war mir schon immer wichtig und deshalb habe ich den Großteil meiner Rücklagen in einen ÖKOWORLD Fonds investiert.

Wie zufrieden bin ich mit meinen Finanzen?

Wenn ich auf die letzten Jahre zurückschaue, bin ich zufrieden mit meinen Entscheidungen. Mein Job macht mir Spaß und ist sicher. Meine finanzielle Situation ist entspannt und ich kann mir ohne schlechtes Gewissen was gönnen. Sicherlich kann man einiges optimieren und mehr sparen oder klüger investieren. Auch der Wohnort Stuttgart ist sicherlich nicht der günstigste.

Aber ich versuche mir kein “Money Mindset” zu eigen zu machen. Geld ist natürlich angenehm, es erleichtert Vieles. Aber es sollte einen nicht definieren.

Über die Kontoauszug-Serie

Sogar unter Freunden spricht man selten über Geld. Wir denken: Schluss mit dem Schweigen! Wie viel verdient man in diesem oder jenem Beruf in einer bestimmten Stadt? Wofür geben andere ihr Geld ausgeben? Und was machen andere mit ihrem angesparten Geld?

In dieser Serie erzählen unterschiedliche Personen über ihr Gehalt, Ersparnisse, Ausgaben und Geldanlage, damit wir voneinander lernen können.

Kontoauszug
1. [Kontoauszug] Malte, 25, 2.950€ Bruttoeinkommen, Online Marketing Manager, München
2. [Kontoauszug] Sophia, 33, 3.200€ Bruttoeinkommen, Verwaltungsbeamtin, Stuttgart
3. [Kontoauszug] Maximilian, 29, 5.200€ Brutto, Bauingenieur, Augsburg
4. [Kontoauszug] Sahar, 25, 2.100€ Brutto, Physiotherapeutin, Hamm

Dieser Beitrag hat 3 Kommentare

  1. Wollte nicht zu negativ klingen.

    Also zu Punkt 1 gebe ich dir vollkommen Recht. Damit ist ein guter Puffer für Unvorhergesehenes vorhanden. Allein damit steht sie schon besser da, als ein Großteil der Bevölkerung.

    Zur Pension: Ich gehe auch davon aus, dass es diese dann noch gibt und auch auf höherem Niveau als die GRV, also ein weiterer Pluspunkt.
    Mein Gedanke war folgender: Wenn sie 6% spart, benötigt sie 94% vom Nettolohn für den aktuellen Lebensstandard. Das wird die Pension auch nicht leisten können. Weiterhin steigen die Zahlungen an die PKV.
    Mir persönlich wäre das insgesamt einfach etwas zu optimistisch. Aber das ist nicht böse gemeint und darf gerne eals Grundlage weiterer Gedanken dienen.

    Schöne Grüße

  2. Hallo,
    ich sehe die finanzielle Situation bei weitem nicht so entspannt. Bei dem Gehalt eine Sparrate von knapp 6%… da ist die nur zu wünschen, dass die Beamtenpension weiterhin entsprechend hoch sein werden.
    Schöne Grüße

    1. Mit 15.000 EUR Kapital auf dem Sparbuch, ist wohl erst einmal genügend Risikovorsorge für unvorhergesehene Ereignisse platziert.
      Die Pension wird auch in 30 Jahren fliesen, zumindest in der Höhe, dass sie mehr als das Existenzminimum betragen wird.
      Damit wird es ihr schon besser gehen als vielen anderen in unserem Land. Und für den Rest an Luxus kann sie in 30 Jahren noch immer Reserven aufbauen. Also, warum so negativ?

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