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Renditekiller: 5 typische Anlegerfehler und wie du sie vermeidest

Durchschnittlich 5 Prozent Rendite verschenken Anleger, weil sie einfache Börsen-Grundregeln nicht befolgen. Auch dein Depot macht zu wenig Rendite? Dann musst du diese typischen Anlegerfehler vermeiden!

Mann greift sich an den Kopf, weil er Anlegerfehler begangen hat und seine Rendite leidet.
Anlegerfehler tun weh. Sichere deine Rendite ab, indem du diese Fehler vermeidest.

5 typische Anlegerfehler, die jeder Börsenanfänger macht

Anleger verlieren täglich Geld aufgrund der immer gleichen Fehlern. Das ist das Ergebnis einer Analyse im Auftrag der Zeitschrift Finanztest. Die Wirt­schafts­professoren Andreas Hacke­thal und Steffen Meyer nahmen dafür rund 40.000 Wertpapierdepots von Direkt­bank­kunden unter die Lupe. Während der Aktienmarkt im betrachteten Zehnjahreszeitraum eine Rendite 8,7% ermöglicht hätte, schafften es die Anleger mit Ihrer bereits offensiven Anlagestrategie (80% Aktien & 20% Anleihen) nur 3,1 Prozent Rendite. Der Grund: Besonders Anfänger machten immer wieder typische Anlegerfehler.

Damit du diese Fehler nicht auch begehst oder in Zukunft vermeidest, nimm dir diese 5 Fehler zu Herzen.

1. Alles auf eine Karte setzen / Mangelnde Diversifikation 

Diversifikation vermindert das Risiko. Denn wer alles auf eine Karte setzt, wird nicht nur von Kurssteigerungen, sondern auch von Kursrückgängen hart getroffen. Eine breite Streuung über Anlageklassen, Branchen, Regionen und Währungen verbessert dein Risiko-Profil. Um diesen typischen Anlegerfehler zu vermeiden, empfehlen Experten, mindestens 30 Wertpapiere im Depot zu haben.

Einfacher und mit weitaus weniger Transaktionskosten geht es mit ETFs. 

2. Nur in Einzelaktien investieren / Stock-Picking 

Es spricht nichts dagegen, in Einzelaktien zu investieren, wenn du beispielsweise die Vision eines bestimmten Unternehmen besonders überzeugend findest oder dessen Produkte dir besonders am Herzen liegen. Dir sollte aber jederzeit klar sein, dass solche Investitionen eher den Charakter einer Wette haben.

Hier ist eine Denkfehler bzw. Anlegerfehler besonders tückisch: der „Confirmation-Bias“. Wer stark an den Erfolg einer Sache glaubt, akzeptiert auch meistens nur Informationen, die diese Richtung bestätigen. Negative Informationen über eine Unternehmen oder unvorteilhafte Ergebnisse werden heruntergespielt, obwohl sie objektiv einen großen Einfluss auf das Geschäftsfeld des Unternehmens haben. Liebhaberaktien sollten daher nur einen sehr kleinen Teil des Depots ausmachen. Ohnehin ist ein typischer Anlegerfehler sich „in eine Aktie zu verlieben“.

3. Zu häufig kaufen und verkaufen

„Hin und her macht Taschen leer“ ist eine viel zitierte Börsenweisheit. Gemeint ist damit, dass zu viel Kaufen und Verkaufen am Ende höhere Kosten verursacht als eine Buy-and-Hold-Strategie. In der Finanztest-Studie stellte sich heraus, dass es kaum einem Anleger gelang, Ruhe zu bewahren. Im Gegenteil: Im Schnitt wurde pro Jahr knapp ein Viertel des Depotswertes umgeschichtet. Das verringert die Rendite und verursacht hohe Transaktionskosten. Die aktivsten Anleger machten aufgrund ihrer Trading-Mentalität sogar mehr Verlust als Gewinn.

Eine langfristig ausgerichtete Asset-Allocation und ein behutsames, regelmäßiges Rebalancing spart nicht nur Transaktionskosten, sondern auch Zeit und Nerven. Denn auch mit Nerven letzterem „bezahlt“ man an der Börse.

Egal ob viele oder wenig Trades im Monat du solltest bei deiner Brokerwahl stets auf günstige Konditionen achten.

Neobroker wie Trade Republic und Scalable Capital bieten für aktive Investoren unschlagbar günstige Preismodelle.

4. Home Bias oder „zu viel Heimat im Portfolio“ 

Der „Home Bias“ bezeichnet den typischen Anlergerfehlre, hauptsächlich in Unternehmen auf dem Heimatmarkt zu investieren. Man kennt die Produkte des Unternehmens, weil man sich womöglich selbst benutzt, oder hat Freunde und Bekannte, die in dem bestimmten Unternehmen arbeiten. Das führt dazu, dass im Anlageportfolio ein Übergewicht an bestimmten Wertpapieren, Branchen oder Ländern entsteht. Es entsteht ein Klumpenrisiken – das Portfolio ist also nicht ausreichend diversifiziert. Die Folge: Der Depotwert anfälliger für Schwankungen, und das Anlageergebnis wird weniger berechenbar. 

5. „Den Hals nicht voll kriegen“ bzw. Anlegerfehler „Gier“

Wenn man einen Blick auf Unternehmen wie Tesla oder Beyond Meet wirft, sind an der Börse schnelle Gewinne möglich. Einige Anleger sind mit Technologieaktien oder Kryptowährungen über Nacht reich geworden. Solche Erfolge machen schnell gierig und viele glauben den einmaligen Erfolg schnell wiederholen zu können. In vielen Fällen sind enorme Kurssteigerungen aber einfach nur Glück. Einige Anleger waren zufällig zur richtigen Zeit in das richtige Unternehmen investiert. Die Folge: Anleger schreiben sich selbst einen „guten Riecher“ für den Markt zu und überschätzen ihre Expertise. Doch Trends sind in aller Regel von kurzer Dauer und schwer vorherzusehen.

Der typische Anlegerfehler: Die „erzockte Rendite“ ist beim nächsten risikoreichen Investment direkt wieder weg.

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