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Ziele SMART formulieren: So erreichst du deine Ziele – mit 3 einfachen Beispielen !

SMART ist ein Akronym für Specific, Measurable, Achievable, Reasonable und Time Bound. Du solltest deine Ziele immer smart definieren, um sicherzustellen, dass du sie klar formulierst und auch erreichen kannst.

Wie funktioniert die SMART-Methode?

Klar festgelegte Ziele sind dein Kompass auf deinem Weg zur finanziellen Unabhängigkeit. Das Definieren und Formulieren von Zielen ist allerdings gar nicht so einfach, wie es zunächst klingt. „Ich will reich werden“, „Ich will viel Geld haben“ oder „Wenn ich groß bin, dann…“ sind nicht realistisch, messbar oder zeitlich klar fixiert.
Ziele, die SMART sind, machen mit diesen Ungenauigkeiten Schluss! Formulierst du deine Ziele smart, machst du sie einfacher zu erreichen.

SMART steht dabei für: spezifisch, messbar, attraktiv, realistisch und terminiert (ins Deutsche übersetzt).  

Smart

Spezifisch

Ungenaue Ziele wie „Ich möchte reich werden“ nutzen dir nichts, weil sie nicht spezifisch genug sind. Setze dir konkrete Ziele, wie beispielsweise „Ich möchte monatlich 100 Euro mehr sparen“ oder „Ich möchte in 12 Monaten einen Notgroschen angepart haben“. Definiere so genau wie möglich, was du erreichen willst. Das kann ein bestimmter Sparbetrag sein, die Umsetzung eines 2-Konten-Models, oder die erste Aktienanalyse anhand von Aktienkennzahlen.

Messbar

Ziele sind dafür da, um erreicht zu werden. Mit Träumen und vagen Vorstellungen betrügst du dich am Ende nur selbst. Wenn du deine Träume auch realisieren willst, geht das nur, wenn deine Träume zu Zielen werden und Zielerreichung ist messbar. Indem du dir konkret etwas vornimmst und es aufschreibst, kannst du zum Beispiel in ein paar Monaten genau nachverfolgen, ob du es geschafft hast. Also definiere deine Ziele so, dass du sie auch nachweisbar erreichen kannst. Bei dem Beispiel oben kannst du etwa überprüfen, ob du auch wirklich jeden Monat 100 Euro mehr gespart hast – nachweisbar über deinen Kontoauszug. 

Attraktiv

Attraktiv

Ein Vorhaben kannst du schneller und einfacher erreichen, wenn du es gern verfolgst und du davon überzeugt bist. Steigere also die Attraktivität, indem du ergänzt, warum du ein Ziel erreichen willst. Wie wäre es zum Beispiel mit: „Ich möchte monatlich 100 Euro mehr sparen, um nach Kanada zu reisen.“

Realistisch

Realistisch

Ein Schritt nach dem anderen! Sei nicht bescheiden und nicht übermütig! Deswegen solltest du deine Ziele nicht zu niedrig ansetzen, dich aber gleichzeitig auch nicht überschätzen und dir unerreichbare Ziele setzen. Musst du beispielsweise aktuell jeden Monat deinen Dispo nutzen, sind 100 Euro als monatliches Sparziel unrealistisch, und die Kanadareise befindet sich in weiter Zukunft. In diesem Fall wäre das realistischere Ziel, in Zukunft nicht mehr deinen Dispo nutzen zu müssen und anzufangen, ein Haushaltsbuch zu führen.

Terminiert

Ziele sind erst Ziele, wenn sie einen Zeitrahmen haben. Ansonsten bleiben sie nur Zukunftsmusik. Frage dich also bei jedem Ziel: „Bis wann will ich dieses Ziel erreicht haben?“ Definiere also einen Zeitrahmen, in dem du dein Ziel erreichen möchtest oder wie lange das Vorhaben durchgehalten werden soll.

Wie wäre es zum Beispiel mit: »Ich möchte monatlich 100 Euro mehr sparen, um im Februar 2023 nach Kanada zu reisen.« Ist der Zeitpunkt erreicht, nimm dir die Zeit für einen Rückblick. Hast du dein Ziel erreicht und wie hast du es geschafft? Genauso wichtig ist der Rückblick, wenn du dein Ziel nicht erreicht hast. Woran hat es gelegen? Trage dir direkt zu Beginn dein Ziel in einen Kalender ein, um den Zeitpunkt, zu dem du dein Ziel erreicht haben willst, nicht aus den Augen zu verlieren.

Nun zu dir: Wo kannst du anfangen?

Es gibt so viele schöne Aktivitäten und Dinge, die man tun kann und besitzen möchte. Was ist dir wichtig? Welche Dinge möchtest du innerhalb der nächsten Jahre besitzen oder gemacht haben? Möchtest du deinen Job wechseln? Denke zunächst kurzfristig an die kommenden 1 bis 3 Jahre.

Und wie sieht es in den kommenden vier bis zehn Jahren aus? Möchtest du dann deine Wohnsituation verändert haben, oder auf einer bestimmten Sprosse auf der Karriereleiter stehen? 

Notiere dir deine Ziele, was sie kosten und möglichst einen Zeitpunkt, wann du sie realisieren möchtest.

3 Beispiele für SMARTe Ziele

Du benötigst Inspiration, in welchen Lebensbereichen du dir SMARTe Ziele setzen kannst? Kein Problem! Hier gibt es gleich 3 Anregungen für dich.

Wie kann ich SMART für’s Alter vorsorgen?

Die Altersvorsorge ist einerseits extrem wichtig, andererseits aber auch so weit weg, dass man sich ungern mit ihr beschäftigt. EIn perfektes Thema also, um es aufzuschieben und damit ein perfektes Beispiel für SMARTe Ziele. Oder hast du schon einen Plan, um deine Rentenlücke zu schließen? Falls nicht, könntest du dir vielleicht dieses Ziel setzen?

„Ab heute werde ich bis zur Rente 15 % meines Nettogehaltes sparen und investieren in ETFs„.

Dieses Ziel ist spezifisch (investieren in ETFs), messbar (15 % des Nettogehaltes ab sofort jeden Monat), attraktiv (ein sorgenfreies Leben), realistisch und terminiert (bis zur Rente).

Mit diesem Ziel hast du deinen ersten Schrtt für ein selbstbestimmtes Leben im Alter gemacht und kannst deine Rentenlücke besser schließen.

Tipp: Benutze keine relativierenden Worte wie „durchschnittliche“, „etwa“ oder „wahrscheinlich“, wenn du dir dein Ziel setzt. Damit hältst du dir nur ein Hintertürchen offen.

So machst du dich SMART selbstständig

Du wolltest dir immer schon mal einen Nebenverdienst aufbauen? Oder willst du sogar irgendwann nur noch für dein eigenes Portemonnaie arbeiten? Das hast du dir schon lange vorgenommen, bist es aber nie wirklich angegangen? Schließlich ist dein Angestellten-Job voll in Ordnung, die Kollegen sind nett?

Wenn du deinen Traum von einem eigenen Business erreichen willst, musst du irgendwann einfach starten. Da hilft dir vielleicht ein SMARTes Ziel:

„Bis 2026 werde ich mit meinem Business 35.000 Euro Umsatz pro Monat erwirtschaften.“

Das Ziel ist SMART, denn es ist spezifisch (dein Business), messbar (35.000 Euro pro Monat), attraktiv (selbstbestimmter arbeiten), realistisch und terminiert (bis 2026).

Selbstverständlich solltest du dir bei deinem eigenen Business genau überlegen, welches Produkt oder welche Dienstleistung du anbietest. Auch das „Warum“ deines Unternehmens solltest du genau definieren. Und das „Warum“ ist nicht nur: „Geld verdienen“. Das Unternehmen für deine Kunden sinnstiftend sein – und auch für deine Kunden.

Das SMARTe Ziel hier ist also nur eine Erfolgsmessung, die dir einen Anstoß und eine Richtung geben soll.

So wirst du mit SMARTen Zielen finanziell frei

„Am 01.01.2040 hat mein Depot einen Wert von 400.000€ und wirft einen jährlichen Gewinn von 4% nach Steuern ab, damit kann ich meine Arbeitszeit um die Hälfte reduzieren, ohne meinen Lebensstil zurückfahren zu müssen. „

Auch dieses Ziel, wenn auch sehr langfristig betrachtet, ist gut definiert. Es ist spezifisch (400.000€), messbar (Depotstand), attraktiv (finanzielle Freiheit, mehr Freizeit), realistisch (je nach Einkommenssituation) und terminiert (bis 01.01.2040).

Dise Formulierung lädt außerdem dazu ein, langfristig und genau zu planen. Wie schaffst du es, diesen 400.000€ bis 2040 zu erreichen? Dazu musst du auf den ersten Blick 1.600€ netto monatlich sparen! Uff, ganz schön viel!

Du solltest jedoch nicht vergessen, dass dir in dieser Zeit Kursgewinne und reinvestierte Dividenden zugute zugute kommen. Außerdem spielt dir der Zinseszinseffekt in die Hände. So kannst du deine monatliche Sparrate ggfs. auf 1.100€ monatlich reduzieren, ohne dass du dein Ziel nicht mehr erreichen kannst.

Auch das mag abschreckend klingen, worauf es aber ankommt ist: Du kriegst jetzt ein sehr genaues Gespür dafür, wie realistisch den Ziel ist – und das nur weil du es einmal SMART definiert hast.

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