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Tier, Bird, Circ, Lime & Voi: E-Scooter-Verleih im Test

In vielen deutschen Städten kann man sich E-Scooter ausleihen. Nur welcher E-Scooter-Anbieter ist am besten? Welches E-Scooter-Modell macht am meisten Spaß? Welche App funktioniert reibungslos? Was ist bei der Anmeldung zu beachten? Und was kostet der Spaß? Und lohnt sich das Ausleihen eines E-Scooters überhaupt? Ich habe mir alle aktuellen Sharing-Anbieter angeschaut.

E.Scooter stehen am Wasser, ein paar im Hintergrund unterhält sich
E-Scooter sind aus deutschen Großstädten nicht mehr wegzudenken.

Die meistgestellten Fragen zum Thema E-Scooter-Sharing (FAQ)

 

Welche Kosten fallen bei der Reservierung der E-Scooter an (Lime)

Lime bietet als einer der wenigen E-Scooter-Anbieter einen Reservierungsservice an. Dieser funktioniert ähnliche wie bei anderen Sharing-Anbietern wie ShareNow oder Emmy. Mit einer Reservierung vorab kannst du einen Roller für andere potentiellen Nutzer sperren, sodass ihn dir niemand vor der Nase wegschnappen kann. Aber Achtung: Anders als bei anderen Sharing-Anbietern, zahlt bei Lime man nicht erst, sobald man die Miete startet, sondern ab der Reservierung. Wenn du also nur 10 Minuten vorab reservierst, zahlst du bereits 2,50 €, ohne einen Meter mit dem Roller gefahren zu sein.

Wie hoch ist die Entsperrgebühr? (Lime, Bird, Tier, Circ & Voi)

Die Entsperrgebühr ist aktuell bei allen Sharing-Anbietern einheitlich. Die Freischaltung eines E-Scooter kostet einen Euro. Anschließend wird pro Minute abgerechnet.

Gibt es einen Stunden-Tarif? (Voi)

Normalerweise wird der Preis bei allen Scooter-Anbietern je Minute abgebucht. Bei Voi gibt es allerdings eine Besonderheit: Mietest du VoiScooter für eine Stunde, werden dir 10 Euro, inklusive der Entsperrgebühr, abgebucht.

Wo sind die Geschäftsgebiete der E-Scooter-Anbieter? 

Wer in Berlin wohnt, hat die Qual der Wahl. Denn für viele E-Tretroller-Sharing-Unternehmen dient Berlin als Test-Umgebung. Mittlerweile sind aber auch in zahlreichen größeren Städten in Deutschland ab 250.000 Einwohner E-Roller unterwegs. Wer wissen will, ob die eigene Stadt bereits dabei ist, schaut am besten bei den Sharing-Unternehmen direkt nach Lime, Tier, Voi, Jump, Bird und Circ nach, denn der aktuelle Stand ändert sich laufend.

Das ist wichtig, denn alle Roller dürfen nur in den Geschäftsgebieten des jeweiligen Anbieters geparkt werden. Der Anbieter Tier geht sogar noch einen Schritt weiter: Außerhalb des Geschäftsgebietes fahren  Tier-Roller (durch Geolokalisation) nur mit Schritttempo. Außerdem können Strafgebühren erhoben werden, wenn du außerhalb des Geschäftsgebietes parkst.

Wie funktioniert die Anmeldung bei E-Scooter-Unternehmen

Achtung: Die E-Roller dürfen in Deutschland zwar ab 14 Jahren gefahren werden, jedoch haben sich die Verleiher auf ein Mindestalter von 18 Jahre geeinigt. Offiziell darfst du also einen E-Scooter nur nutzen, wenn du 18 Jahre alt bist.

Die Apps der Anbieter Tier, Bird, Circ, Lime & Voi sind alle im Google Play Store und AppStore zu finden, allesamt kostenlos und haben eine deutsche Sprachversion. In allen Fällen muss eine Telefonnummer angegeben werden. An diese Telefonnummer geht nämlich eine SMS mit einem Freischaltcode geht, den du für die Aktivierung deines Accounts benötigst. Außerdem musst du noch eine Eine E-Mail-Adresse angegebenen werden, an die die Rechnungen für jede Fahrt geschickt werden.

Welche Bezahlmethoden kannst du wählen und wie wird abgebucht?

Bei den meisten Anbietern wird pro Fahrt abgerechnet. Außer beim Anbieter Lime, der auf ein Guthabenmodell setzt. Je nach Wunsch, werden von deiner Kreditkarte oder deinem Paypal-Konto 5, 10 oder 20 Euro abgebucht, die du dann als Guthaben für Fahrten verwalten kannst.

Bei den Anbieten Voi und Circ lässt sich via Kreditkarte zahlen. Bei Circ ist die Anmeldung ebenfalls nur mit Kreditkarte möglich, andere Bezahlmöglichkeiten fehlen. Die Anbieter Tier und Bird erlauben Zahlungen per Kreditkarte, ApplePay und Paypal.

Die wichtigste Funktion zum Anfang ist natürlich: Wo steht der nächste Roller? Alle Apps funktionieren diesbezüglich ziemlich ähnlich. Beim Start der App zeigen alle Anbieter auf einer Karte die Standorte der Roller. Das gelingt selbst in den Häuserschluchten ziemlich präzise. Auf der Karte ist auch die Restreichweite der Roller beziehungsweise ihr jeweiliger Akkustand zu erkennen. Das ist wichtig, weil du mit geringer Akkuladung dein Ziel eventuell nicht mehr erreichen kannst.

Steht der Nutzer vor dem Roller, kann er dessen QR-Code mit der App des jeweiligen Anbieters abscannen oder die darunter stehende Nummer (nicht das Kennzeichen des Rollers!) manuell eintippen. Das kann bei beschädigtem QR-Code oder defekter Smartphone-Kamera nötig sein.

Die Freischaltung wird von allen Rollern mit einem Tonsignal quittiert. Erst dann ist das Losfahren oder besser gesagt das Lostreten möglich, denn gestartet werden alle Modelle, indem man sie kurz wie einen Kinderroller antritt. Danach wird der Gashebel betätigt und der Fahrer stellt sich gleichzeitig auf das Trittblech.

Holpriger Fahrspaß

Das Fahren auf ebenem Unter­grund macht mit allen E-Scooter-Modellen Spaß, doch sobald man mit ihnen über Kanten, Kopf­stein­pflaster oder Huckel fährt, wird es holprig. Insbesondere Gegenden mit viel Kopfsteinpflaster können, sofern man nicht auf den Bürgersteig ausweichen will, echt zum Spaßkiller werden.

Was kostet die Ausleihe?

Viele Anbieter haben in unterschiedlichen Städte verschiedene Preisangebot. In den meisten Städten kostet die Freischaltung eines Rollers 1 Euro, danach werden pro Minute 15 Cent fällig. Ferner gibt es einen Stundenpreismodell von 9 Euro + 1 Euro Leihgebühr. Das Fahren mit Voi, Circ, Tier, Lime und Bird ist also nicht gerade günstig und maximal für Kurzstecken interessant. Zum Vergleich: Ein Mietauto gibt es schon ab 29 Cent, bei WeShare schon ab 19 Cent pro Minute. Bei Mietwagen bleibt natürlich das Parkplatzproblem in Großstädten.

E-Scooter fahren macht Spaß! Und man kann sie fast überall ausleihen und in direkter Nähe zum Ziel abstellen. Dafür musst du aber einen recht hohen Minutenpreise in Kauf nehmen, um von A nach B zu kommen. Trotzdem sind E-Scooter gerade als Tourist eine komfortable Möglichkeit, die Stadt bei gutem Wetter zu erkunden. Für Fans und all jene, die den E-Scooter regelmäßig zum Beispiel zum Pendeln nutzen. ist aber vermutlich der Kauf eines eigenen Rollers auf lange Sicht günstiger.

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