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WeShare – meine Erfahrungen mit dem Elektro-CarSharing-Dienst

Mit WeShare haben die beiden Städte Hamburg und Berlin einen neuen CarSharing-Anbieter gewonnen. Ob Volkswagen mit seinen E-Angebot mit ShareNow mithalten kann, erkläre ich in diesem Erfahrungsbericht.

WeShare ist ein Elektro-CarSharing-Dienst in Hamburg und Berlin

Was ist WeShare?

WeShare ist ein CarSharing-Anbieter, der e-Golfs (Berlin) und ID.3s (Hamburg & Berlin) in einem “Free-Float-System” anbietet. Das heißt, es gibt keine speziellen Anmiet- oder Abgabestationen. Alle Fahrzeuge können einfach im Geschäftsgebiet geparkt und dort auch gemietet werden. Der Vermietung erfolgt über eine App.

Wie kann ich WeShare nutzen?

Um einen e-Golf oder einen ID.3 mieten zu können, brauchst du die WeShare-App (PlayStore & AppStore). Bei dieser kannst du dich kostenlos registrieren. 

Für die Anmeldung benötigst du

  • deinen Personalausweis oder deinen Reisepass (du musst mindestens 21 Jahre alt sein)
  • deinen Führerschein (mindestens Klasse B und mindestens 1 Jahr alt)
  • eine Zahlungsverbindung (PayPal oder Kreditkarte)

Während der Anmeldung musst zu zwei Fotos von dir hochladen, und du wirst in einem Gespräch mit einem WeShare-Mitarbeiter verifiziert.

Spaßfaktor e-Mobilität: Welche e-Autos stehen bei WeShare zur Auswahl?

In Berlin hast du die Wahl zwischen dem e-Golf und dem ID.3. In Hamburg steht ausschließlich der ID3 zur Verfügung.

e-Golf von weShare

Der e-Golf fährt 100% elektrisch, ist gut ausgestattet und lässt sich via Parkassistent einparken.

Reichweite; 230 km
Schnellladen: 30 min
0-100 km/h in 9,6 sec
1 Sitzerhöhung im Kofferraum

Der ID.3 fährt ebenfalls 100% elektrisch und punktet mit höherer Reichweite und schnellerer Beschleunigung.

Reichweite: 425 km
Schnellladen: 35 min
0-100 km/h in 7,3 sec
1 Sitzerhöhung im Kofferraum

Beide Elektroautos fahren sich in der Stadt sehr direkt und sportlich. Die Beschleunigung ist kraftvoll und stufenlos. Trotzdem bleiben die ID.3 und e-Golf extrem leise. 

Parken & Geschäftsgebiet: Wohin und wie weit darf ich fahren?

Das Geschäftsgebiet von WeShare ist aktuell auf Hamburg und Berlin und auch hier hauptsächlich auf die Innenstädte beschränkt. Parken darfst du im Geschäftsgebiet überall, wo parken offiziell erlaubt ist. Du solltest allerdings darauf achten, dass für deinen Parkplatz in den nächsten 72 Stunden keine Einschränkungen (z.B. Halteverbote) bestehen. 

Die Strafen für’s Falschparken und eine Servicegebühr trägst du nämlich selbst!

Zum Öffnen und Verschließen des Autos brauchst du eine Internetverbindung, deshalb ist Parken in Tiefgaragen und Parkhäusern nicht erlaubt

Ausflüge außerhalb des Geschäftsgebietes sind mit WeShare möglich. Das Parken außerhalb des Geschäftsgebietes zählt allerdings als Zwischenstopp. Erst im Geschäftsgebiet kannst du das Auto an einem beliebigen Parkplatz wirklich “zurückgeben”. ID.3 und e-Golf kannst du bis zu 72h am Stück behalten. Das Aufladen auch außerhalb der Geschäftsgebietes ist mit der Plugsurfing-Ladekarte bei jeder Fahrt kostenlos.

An den Flughäfen in Berlin und Hamburg kannst du auf den CarSharing-Parkplätzen gegen eine Gebühr von 7€ deine Miete starten und beenden. Dafür gibt es ausgewiesene Parkplätze. Du musst kein Parkticket ziehen.

Kosten & Preise: Was kostet WeShare?

Die Pricing-Modelle von WeShare sind im Vergleich zum Anbieter ShareNow durchaus attraktiv. WeShare bietet zwei Modelle an. Den Basistarif und WeShare+

Basistarif

  • ‍Monatliche Kosten: 0€
  • Fahren: 0,29 € / Min.
  • Zwischenstopp: 0,29 € / Min.
  • Pro Fahrt: 1 €
  • Tagespreis: 58 € / 24 Stunden
  • Inklusivkilometer: 100 km
  • Zusatzkilometer: 0,29 € / km
  • Registrierung: kostenlos

 

WeShare+

  • ‍Monatliche Kosten: 9,90€ / jederzeit kündbar
  • Fahren: 0,19 € / Min.
  • Zwischenstopp: 0,05 € / Min.
  • Pro Fahrt: 1 €
  • Tagespreis: 48 € / 24 Stunden
  • Inklusivkilometer: 150 km
  • Zusatzkilometer: 0,29 € / km
  • Registrierung: kostenlos

 

Wie reservierst du ein Auto bei WeShare

Dieses Video zeigt dir, wie du ein Auto bei WeShare reservierst und aufschließt:

Musst du deinen Mietwagen von WeShare aufladen?

Prinzipiell musst du WeShare-Autos nicht laden. Das übernimmt WeShare für dich. Die WeShare-App zeigt dir auch lediglich jene Autos an, die ausreichend Restreichweite im Akku haben. Du darfst allerdings nicht ein Auto mit einer geringeren Reichweite als 20km abstellen (sonst kann es von WeShare-Mitarbeitern nicht mehr zu einer Aufladestation gebracht werden). 

Manchmal lohnt es sich aber einen WeShare-Wagen selbst aufzuladen. Denn wenn du einen Wagen auflädst, der weniger als 50km Reichweite hat, winkt ein 5€ Gutschein.

Hierzu zeigt dir die WeShare App alle geeigneten Ladesäulen direkt in der App an, während deine Miete läuft. Die Ladekarte findest du im Handschuhfach oder in der Mittelkonsole beim ID.3. Einfach an die Ladestation halten, Ladestation (im Kofferraum) und Auto mit dem Ladekabel verbinden, fertig.

Wichtig: Du solltest eine Parkuhr nicht vergessen!  Ist sie nicht auffindbar, reicht auch ein Zettel mit Datum und Uhrzeit – wenn du das das ignorierst, riskierst du einen Strafzettel. In Hamburg kannst du außerdem nicht an Ladestationen von hvv-Switch aufladen.

Fazit – Meine Erfahrungen mit WeShare

Ich verwende WeShare ungefähr ein Mal pro Woche und bin insgesamt sehr zufrieden! Das Fahren mit den Elektroautos ist nicht nur angenehm und macht Spaß, auch die Preise sind im Vergleich zu den Preisen bei ShareNow bei Emmy günstiger (außer man entscheidet sich für einen Smart). 

In den letzten 6 Monaten hatte ich zwei Gespräche mit dem Kundendienst. Das eine Mal konnte ich das Auto in der App nicht zurückgeben, weil ich angeblich außerhalb des Geschäftsgebietes geparkt hatte. Der Grund: In einer Häuserschlucht hatte das GPS-Signal das Auto nicht korrekt verortet. 

Das zweite Mal hatte ich Probleme, meinen Mietwagen in Hamburg an eine Ladestation von hvv-Switch anschließen. 

Beide Male hat mir je ein Servicemitarbeiter schnell und freundlich geholfen. 

Abgesehen von dem guten Service unterscheidet sich WeShare aber nicht grundsätzlich von anderen Anbietern. Den WeShare+-Service nutze ich nicht. Für Vielnutzer kann dieser aber sicherlich interessant sein.

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