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wikifolio Erfahrungen: Lohnt sich die Social-Trading-Plattform?

Im Bereich Social Trading ist wikifolio.com die wohl reichweitenstärkste und größte Plattform am Markt. Auf wikifolio kannst du dich von den Depots anderer Tradern inspirieren lassen. Bist du von einem Depot eines Traders überzeugt, kannst du in dieses Portfolio direkt investieren. Hier beantworte ich, ob sich die Social-Trading-Plattform wikifolio lohnt.

Erfahrungen mit wikifolio: Das ist die Startseite der Plattform
So sieht die Startseite von wikifolio aus

Was ist wikifolio und wie funktioniert die Plattform?

Wikifolio ist eine Social-Trading-Plattform mit Firmensitz in Wien.

  • Anleger können ihr Portfolio in Form von sogenannten wikifolios (Musterdepots) veröffentlichen.
  • Investoren können sich von diesen wikifolio inspirieren lassen und sogar selbst in die Wertentwicklung von wikifolios investieren.

Die einzelnen Wikifolios selbst sind also eine eigene Anlageklasse.

Auf der wikifolio Plattform kannst du z.B. deine Anlagestrategie veröffentlichen oder anderen Tradern und deren Blogbeiträgen folgen. Es gibt sogenannte “Top-Trader”, deren Portfolio hervorgehoben angezeigt werden. Das eigene Expertenlevel ist jedoch nicht entscheidend. Sowohl Beginner als auch Profis können ihr Portfolio publizieren.

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Wie investiert man in wikifolios?

Du kannst zwischen

  • der Plattform wikifolio.com (die du zur Inspiration nutzen kannst)
  • und der Anlageklasse wikifolio (zum Investieren).

wählen.

Bei letzterem ermöglicht dir wikifolio, die Handelsstrategie von einem anderen Trader 1 zu 1 zu übernehmen.

In ein Wikifolio als Anlageklasse kannst du in Form eines Zertifikates (ab 100€) investieren. Ist ein Wikifolio erfolgreich und wird von vielen Tradern genutzt, kann dieses bei Lang & Schwarz sowie bei der Börse Stuttgart gehandelt werden. Der aktuelle Kurswert wird in Echtzeit immer auf Wikifolio.com angezeigt.

Mithilfe von Sparplänen kannst du auch mit kleineren Beträgen (ab 25 €) in wikifolio-Zertifikate investieren. Sparplanfähige wikifolio-Zertifikate kannst du in der erweiterten Suche über den Filter „ Nur sparplanfähige wikifolios“ finden. Damit erwirbst du in der Regel Bruchstücke eines Zertifikates. Ähnlich wie bei Fractional Shares bei Vivid.

Das Investieren erfolgt nicht direkt über wikifolio, sondern über einen Partner-Broker (wie zum Beispiel comdirect, sBroker, flatex oder Consorsbank).

Jedes wikifolio hat eine eigene ISIN und kann auch unabhängig von wikifolio gehandelt werden.

Grundsätzlich werden Wikifolios sowohl bei börslichen als auch außerbörslichen Handelsplätzen angeboten. An diesen Handelsplätzen werden Wikifolios gehandelt:

  • Lang & Schwarz
  • Börse Stuttgart
  • BX Swiss

Jedes Wikifolio ist bei den Handelspartnern gesichert. Es besteht keine Nachschusspflicht.

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Was kostet das Investieren in wikifolios?

Die Gebühren setzen sich aus zwei Teilen zusammen.

Die wikifolio Zertifikategebühr

  • Die wikifolio Zertifikategebühr beträgt 0,95 Prozent p.a. und berechnet sich im wikifolio selbst aus zwei Teilen. Zum einen das Barvermögen und zum anderen die Bestände des einzelnen wikifolios.

Die wikifolio Performancegebühr  

  • Der Trader, dem man folgt, legt individuell die Performancegebühr fest, die er im Erfolgsfall abschöpft. Ohne Rendite wird natürlich auch keine Performancegebühr berechnet. Die Performancegebühr ist die Erfolgsprämie für den Trader.
  • In der Regel liegen die Gebühren zwischen 5 und 30 Prozent des erzielten Erfolges im wikifolio und fällt nur bei Erreichen “einer neuen High Watermark (neuer Jahreshöchststand) im wikifolio an”.
  • „High-Watermark-Prinzip“ bedeutet: Die Performance-Gebühr wird nur erhoben, wenn ein wikifolio einen neuen Jahreshöchststand erreicht und nur auf die Differenz zwischen altem und neuem Jahreshöchststand. Das Prinzip ist hier genauer erklärt: „Das Grundprinzip: Performancegebühr und High-Watermark

Sind wikifolio-Zertifikate sicher?

wikifolio ist gegen die üblichen Risiken (wie das Emittentenrisiko) abgesichert.

Wie wikifolio im FAQ erklärt: Wie genau funktioniert die Besicherungslösung für wikifolio-Zertifikate?

  • Lang & Schwarz unterhält zur Erfüllung ihrer Verpflichtungen weitgehend den Gegenwert aller ausstehenden wikifolio-Zertifikate, in Wertpapieren- oder in Barbeständen.
  • Wertpapiere und Barbestände zusammen bilden den so genannten Hedge (Sicherheiten).
  • Die Wertpapiere werden bei der Hausbank auf einem Depot unterhalten. Die Geldkonten werden bei verschiedenen Banken geführt und zum Teil ausschließlich für die Besicherung unterhalten.
wikifolio Beispiel Internet der Dinge
Alle wichtigen Informationen und zum Trader findest du in der wikifolio-Fokusansicht.

Der von Lang & Schwarz beauftragte Treuhänder übernimmt die Funktion, regelmäßig den Bestand der Sicherheiten zu prüfen und den Grad der Besicherung zu ermitteln. Tritt der Sicherungsfall ein, übernimmt der Treuhänder die Verwertung der Sicherheiten und die Auszahlung der erlösten Gelder an die Gläubiger.

Tutorials & Weiterbildungsmöglichkeiten

Tutorials für Anleger und für Trader sowie ein Blog mit aktuellen Finanzinhalten sind vorhanden. Auf dem Blog wird über einzelne Wikifolios, Anlagestrategien und dem allgemeinen Börsengeschehen. Einerseits gibt es eine eigene hauseigene Redaktions und andererseits werden Artikel von ausgewählten Top-Tradern veröffentlicht.

Der Blog kann zwar kein richtiges Finanzmagazin ersetzen, es werden aber tagesaktuell durchaus interessante Artikel und Analysen geboten.

wikifolio Blog

Meine Erfahrungen mit wikifolio

Meine Erfahrungen mit wikifolio sind durchweg gut. Alle Möglichkeiten und Konditionen der Plattform sind im Vorfeld transparent und nachvollziehbar beschrieben. Da man das Investieren über den eigenen Broker abwickelt, kann man wikifolio unkompliziert in das eigene Portfolio einfließen lassen.

Zu achten ist auf die Performancegebühren in einelnen wikifolios. Manche sehr spekulativ angelegte wikifolios erheben mitunter 30 Prozent Performancegebühr. Wenn man diese Gebühren im Auge behält, spricht wenig dagegen, das eigene Portfolio mit einem wikifolio zu ergänzen.

Für mich ist abgesehen vom Handeln ist schon das Folgen von wikiolios wertvoll, um sich von verschiedenen Anlagestrategien inspirieren zu lassen.

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Dieser Beitrag hat einen Kommentar

  1. Für Wikifolios werden dieselben Erkenntnisse gelten wie für aktiv gemanagte Aktienfonds: Die Ergebnisse auch „guter“ Wikifolios dürften weitgehend zufallsabhängig sein. Denn auch wenn ein Fondsmanager jahrelang überdurchschnittliche Ergebnisse einfährt, dann ist trotzdem für die Zukunft keine erhöhte Wahrscheinlichkeit für weitere überdurchschnittliche Erträge. Für die Zukunftsaussichten sind vor allem die Kosten maßgeblich, je niedriger, desto mehr bleibt vom Kuchrn für dich übrig. Auch das belegen zahlreiche Studien. Bei wikifolio werden die Gesamtkosten wohl in der Mehrzahl der Fälle um die 2 Prozent pro Jahr sein. Das ist sehr teuer, abderswo sind es 0,2%. Dazu kommt das Emittentenrisiko von Zertifikaten, das niemals wirklich gut abgesichert ist. Lehman-Pleite schon vergessen? Über ein Zertifikat leiht man im Endeffekt einer Bank oder einem anderen Gläubiger Geld. Zertifikate sind definitiv keine Sachwerte. Mit ETFs, die weltweit streuen, wird man auf Dauer deutlich besser fahren.

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